Johann Sebastian Bach
(1685-1750)

Suite für Violoncello solo Nr. 3 C-Dur BWV 1009


In seiner Zeit als Hofkapellmeister in Köthen (1717-1723) hat Bach zahlreiche Werke geschrieben, die weit über ihre Zeit hinausweisen - und das erstaunlicher Weise gerade im Bereich der (solistischen) Kammermusik. Die Kompromisslosigkeit, mit der er den polyphonen Satz auf einzelne Instrumente übertrug, stieß nach seinem Tod hingegen lange auf Unverständnis. Insbesondere die Sonaten und Suiten für Violine bzw. Violoncello solo führten ein Schattendasein.
Die sechs Suiten für Violoncello solo wurden sogar erst im 20. Jahrhundert für das Konzertpodium entdeckt - von keinem Geringeren als Pablo Casals, der Bachs Cellosuiten als sein "täglich Brot" bezeichnete. Heute gehören sie zum Standardrepertoire eines jeden Cellisten und haben sich durch verschiedene Choreographen, die sich auf den tänzerischen Ursprung der Gattung besannen, sogar die Ballettbühne erobert.

Mark Schulze Steinen
Zeichen 5743

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