Spätestens in der Leipziger Zeit
(1886-1888), vermutlich jedoch noch früher, befaßte sich Mahler mit
der Sammlung "alter deutscher Lieder", die unter dem Titel Des
Knaben Wunderhorn zu Beginn des 19.Jahrhunderts von Achim von Arnim und
Clemens Brentano herausgegeben worden waren. Mahlers Anteilnahme an der romantischen
Volksliedsammlung erklärt Bruno Walter folgendermaßen:
Alles fand er darin, was seine Seele bewegte, und fand es
so dargestellt, wie er es fühlte: Natur, Frömmigkeit, Sehnsucht, Liebe,
Abschied, Tod, Geisterwesen, Landsknechtsart, Jugendfrohsinn, Kinderscherz,
krauser Humor - all das lebte in ihm wie in den Dichtungen, und so strömten
seine Lieder hervor (...)
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